Marrakesch

Marrakesch ist eine Reise wert!

 

Unglaubliche Eindrücke, enge Gassen, lieb023evoll gestaltete Fassaden und Türen, wenn auch schon zum Großteil etwas angestaubt und teilweise etwas dem Alter verfallen.

010Man muss es einfach mal erlebt haben, dieses wilde Treiben auf dem Djemma El Fna, die vielen vielen Motorroller in den engen Gassen, die vielen Eselfuhrwerke, die kleinen Geschäftchen entlang der Gassen, auch wenn sich deren Angebot ständig wiederholt.

 

30 °C – und das Anfang Oktober! Allein das ist genial, wenn man dem anfangenden Herbst in Deutschland entfliehen will…

Alkohol gibt es in der Öffentlichkeit so gut wie gar keinen. Stattdessen Pfefferminztee, heiß und süß. Geschäftsinhaber nutzen ihn als „Kundenmagnet“, um ihre Waren möglichst gewinnbringend an die Touri’s verkaufen zu können. Hierbei gibt es die goldene Regel: Handle, was das Zeug hält:

„Was? Du willst 200 Dirham? Ich gebe Dir 100 Dirham“

Wenn nicht, dreht Euch um und geht. Einigen werdet Ihr Euch dann bei 120 oder 130 Dirham.

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Henna

Bei den vielen Henna-Malerinnen auf dem Djemma El Fna nehmt Euch in acht. Während Ihr noch versucht den Preis dafür rauszubekommen, fängt sie auch schon an auf Eure Hand zu malen und dann kommt Ihr aus dieser Nummer nicht mehr raus. Das Henna hält bestenfalls ne Woche und wir haben 35 € dafür bezahlt… 😦

 

 

Offline-Navigation in Marrakesch

Um Euch in dem Altstadtirrgarten-Gewusel zurecht zu finden, empfehle ich die Android-Navigations-App „OsmAnd“ aus dem Playstore, die auch ohne Internet zurecht kommt. Nur vorher die Marokko-Karte runterladen. Diese App hat uns viel Sicherheit und Bewegungsfreiheit gegeben und mit Sicherheit auch einiges an Geld gespart, denn die Marrakeschianer bieten sich nur allzu gerne als Euren Guide an, um dann wieder Geld verlangen zu können.

Es gibt auch negative 008Eindrücke von Marrakesch:

Die bettelnden Menschen in Marrakesch mit ihren teils stark vergerbten Gesichtern, im Atlasgebirge sogar bettelnde Kinder, sind nichts für schwache Nerven.

Die vielen stolzen Moscheen mit ihren Muezin-Rufen, und das schon um 6 Uhr morgens, muten für uns Europäer etwas seltsam an.

Uhren-, Zigaretten-, Socken- und Sonnenbrillenverkäufer, die über den Djemma El Fna laufen und ihre Waren jedem Touri, der daherkommt, anbieten, die in Restaurants von Tisch zu Tisch laufen, nerven auf die Dauer extrem; ja sogar Samsung-Handys und Iphones werden einem auf der Straße vor die Nase gehalten.

Hier sollte jeder von Anfang an diese drei englischen Worte parat haben:
„No thank you“!!!!!

Sorge wegen Diebstahl

Wir machten uns vor Reiseantritt viele Gedanken bzgl. Bauchtasche, Geld gut am Körper verstecken und am Besten das Handy garnicht erst beim Gang durch die Stadt dabeihaben… Es ist ein fremdes Land und man weiß ja nie.
Hierzu möchte ich anmerken, dass ich gern recht leichtsinnig mit meinem Handy umgehe und es in die hintere Hosentasche stecke.
Aber mir wurde es nicht geklaut, sondern ich wurde sogar 2 mal von Marokkanern darauf aufmerksam gemacht, ich hätte doch hinten das Handy rauslugen und solle es doch sicherer verstauen.

Soviel nur kurz zu diesem Thema, denn das hat mich wahnsinnig beeindruckt 😉 ;-D

Wie steht es mit den Tieren in Marrakesch?

Das Herz eines Tierliebhabers wird auf eine Probe gestellt:
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Die Lastesel machen ihrem Namen alle Ehre, bekommen den Stock auf das Hinterteil wenn „es sein muss“ und werden in der Oktobersonne wie Autos einfach stehen gelassen.

Die Pferde vor den vielen Kutschen sahen recht gut und gesund aus, aber den ganzen Tag (nachts weiß ich nicht) im Geschirr zu stecken kann auch keinen großen Spaß machen.

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Die armen Hühner können einem überall auf der Welt nur unendlich leid tun.

In Marrakesch sieht man tatsächlich Motorroller, die an jeder Lenkerseite jeweils 2-3 Hühner an den Beinen aufgehängt durch die Gassen transportieren. Auch ca. zwanzig 30er-Steigen Eier auf dem Roller transportiert haben wir gesehen 😉 – das war wiederum echt witzig!

Die Dromedare bzw. Kamele stehen in der Stadt und auch Richtung Atlasgebirge am Straßenrand, bereit für ein paar Dirham geritten zu werden, angeleint am Halfter oder an einem Fuß; – letzteres tat uns besonders leid, denn eines viel mir auf, das sich sichtlich unwohl fühlte! Es wiegte hin und her wie ein Löwe im Käfig und zog ergolglos an dem Seil.

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Die Affen auf dem Djemma El Fna werden ebenso gefangen gehalten wie die Schlangen der „Schlangenbeschwörer“, die nur darauf aus sind, Men028schen mit ihnen zu fotografieren und dafür danach die Hand aufzuh027alten.

Besser Ihr fotografiert sie nur mit Bedacht aus einiger Entfernung, sonst werdet Ihr gleich beigewunken und dann zur Kasse gebeten, wenn die Besitzer es mitbekommen.
Allerdings entstehen dann auch solche Bilder hier: 😉

 

 

 

 

Unsere Unterkunft:

Das Riad Zayane Atlas!

Das Bett war super, die Zimmer allesamt im Riad Zayane Atlas recht klein, kein Fenster nach draußen, nur in den Innenbereich, der aber nach oben hin offen ist. Aufgrund der engen Bauweise in Marrakesch ist das aber wohl nicht anders zu machen.

Die Lage war perfekt; etwa 5 Minuten Fußweg bis zum Djemma El Fna! Den klitzekleinen „Pool“ im Innenbereich des Riad Zayane Atlas hab ich fast täglich genossen, dann ab auf die Sonnenterrasse und trocknen – herrlich im Oktober!!!
Die beiden Wirte, vor allem Kamal, waren supernett, das Personal 1A. Kamal hat mit uns sogar höchstpersönlich eine Tagestour ins Atlasgebirge gemacht für 35 € pro Person. Das WLan funktionierte die komplette Woche – mit einem kleinen Hänger zwischendurch – problemlos von jeder Ecke des Riads aus. Das haben wir z.B. in einem Hotel auf Mallorca drei Monate zuvor aber ganz anders erlebt!

Das Frühstück war recht eintönig: Aprikosenmarmelade, Honig, Butter, immer die gleichen 2 Brötchen, 2 Pfannkuchen, 2 süße Blätterteig-Stückchen, auf unseren Wunsch hin gab es täglich ein kleines Omelette und gegen Ende sogar etwas Schmelzkäse. Sättigend und lecker war es aber allemal.

Marrakesch-Fazit:

Marrakesch mal gesehen zu haben war absolut gut und richtig, aber nochmal müssen wir da nicht hin.

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